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Australien – Schule am anderen Ende der Welt

Bericht einer Austauschschülerin

 Australien – Schule am anderen Ende der Welt

  Ein Semester in Australien – das hoert sich wahrscheinlich sehr spannend an und nach vielen Erfahrungen, aber auch hier gibt es ganz normale Schultage, an die man sich sehr schnell gewoehnt. Doch natuerlich sind diese ganz anders als in “Good old Germany”.

 Das faengt schon morgens bei der Kleiderauswahl an, entweder Kleid oder alternativ
Rock & Bluse. Da diese herausfordernde Auswahl meistens recht schnell von der Hand geht, hat man mehr Zeit fuer das Fruestueck. Und dabei sind die Australier anders. Ihr Fruehstueck gleicht dem Englischem, allerdings gibt es auch noch fuer uns Deutsche weitaus verruecktere Sachen als “Egg and Bacon”, wie zum Beispiel Dosenspagetthi auf Toast (jaaa, zum Fruehstueck!!) ode rein traditionelles Vegemite Toast (Vegemite ist eine dunkle Paste, sehr stark im Geschmack wobei dieser salzig undefinierbar ist.. man liebt oder hasst es).

 Die Schule faengt um 8:20 Uhr an. Schule in Australien und besonders am John Paul College ist sehr anders und laesst sich eigentlich so gut wie nicht mit der deutschen Schule vergleichen.

 Das John Paul College ist komplett technisch aufgebaut, jeder Schueler hat einen Laptop und eine eigene Schulemail-Adresse. Aufgaben und Informationsblaetter werden auf den Workspace (das Intranet von JPC) geladen und Unterricht ohne einen Laptop oder Internet ist so gut wie nicht moeglich. Man kann sich also vorstellen was passiert, wenn das Internet mal zusammenbricht oder sein Laptop gerade in der Reperatur ist, wie es bei mir letztens der Fall war. Man kann nicht oder nur sehr schwer an den Stunden teilnehmen, die 75 Minuten lang sind. In den Stunden steht der Lehrer die meiste Zeit vorne an der Tafel und redet oder gibt eine Aufgabe und die Schueler sind mit ihren Laptops beschaeftigt. Daher gibt es auch keine muendlichen Noten, die Noten basieren groesstenteils auf den Examen und “Assignments”.

 Die “Assignments” sind wie grosse Aufsaetze, die man ueber einen Zeitraum von 2 - 6 Wochen bearbeiten muss und meistens ein “Researchbook” und 600-1400 Woerter umfassen. Die Examen sind nicht wie in Deutschland ueber die Wochen verteilt, sondern es gibt im Term eine “Examblock”-Woche, in der man nur zu seinen Examen in die Schule geht. So kam es in diesem Term bei manchen Schuelern vor, dass sie nur 1 oder 2 mal in die Schule mussten, andere hatten jeden Tag 2 Examen.

 Ausserdem ist jede Woche eine “Headmaster’s Assembly”, zu der die Middle und Senior School kommt, manchmal auch die Primary School. In diesen Assemblies werden Reden ueber Fleiss und Stolz, ueber Zusammenhalt und Disziplin gehalten, es werden Schueler ausgezeichnet (man bekommt hier fuer fast alles eine Auszeichnung) und es wird natuerlich die Schulhymne gesungen. Um 15:20 endet die Schule.

 Das naechste Term wird nur 8 Wochen lang sein,und dann gehen die australischen Schueler in die Sommerferien, die ca. 2 Monate lang sind. Fuer uns heisst es dann aber leider “Goodbye Australia” und “Deutschland, wir kommen”. Bis dahin : ))

 Dorothea Zimny J11

 

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