2. Januar
Réunion Ein Stück Frankreich unter Palmen
Endlich sind wir auf der kleinen Insel la Réunion, mitten im Indischen Ozean, gelandet!

Doch eigentlich begann alles mit dem etwas traurigen Abschied am Flughafen in Düsseldorf. Um halb 12 war es soweit, uns von unseren Familien und unseren Freunden, zu verabschieden. Es war ein komisches Gefühl, tschüss sagen, und zu wissen, dass man die nächsten 3 Monate mehr als X km von seinen Freunden und seiner Familie entfernt ist. Doch letztendlich haben wir es alle geschafft und haben auch die nervige Koffer Kontrolle am Check-in über uns ergehen lassen.
Mit einem komischen Gefühl sitzen wir im Flugzeug nach Paris, doch kaum fliegen wir los, kommen wir schon nach einer knappen Stunde in Paris an. Im Flughafen treffen wir Freunde von Cora, die zu unserem Glück sehr gut französisch sprechen. Die fünf Stunden Aufenthalt sind schnell vorbei, nachdem wir das kostenlose WiFi im McDonald’s entdeckt haben. Wir wollen gerade einchecken in Paris, als uns ein Flughafen Angestellter mitteilt, der gerade unsere Pässe durchgeht, dass wir zu jung sind um alleine fliegen zu dürfen. Uns stockt der Atem und wir gucken uns verwirrt an. Die Freunde von Cora erklären uns alles, doch schon bald ist klar, dass lediglich die Einverständniserklärung der Eltern fehlen. Wir dachten, dass unsere Reise schon in Paris enden würde, doch Gott sei Dank hat doch alles geklappt und wir sitzen endlich im Flugzeug. Da wir abends gegen 8 in Paris losfliegen, können wir unseren Fensterplatz kaum genießen, es ist stockdunkel draußen. Wir versuchen uns so gut es geht die Zeit zu vertreiben. Der kleine Bildschirm jeweils am Sitz davor, bietet eine Auswahl an Musik, Spielen und Filmen auf französisch oder englisch. Viel schlafen kann man nicht, es ist wirklich zu unbequem. Doch irgendwann wird es hell und man fiebert allmählich dem Ende entgegen…
Nach dem 11 stündigen, unbequemen Flug also, von Paris nach St. Denis, der sogenannte Hauptstadt von La Réunion im Norden der Insel (Réunion gehört ja zu Frankreich, daher ist die eigentliche Hauptstadt Paris), ist man doch ganz froh endlich aus dem Flugzeug zu steigen! Uns trifft der Schlag, als wir mit langer Hose, Schal und Fleece-Jacke aus dem Flugzeug steigen und in der kleinen Flughafenhalle bei Gewächshaus-Temperaturen auf unsere Koffer warten. Mit unseren Koffern stehen wir etwas verlassen und unsicher in der Empfangshalle, bis uns drei freundliche Familien unserer Austauschpartnerinnen, die wir ja bereits kennen, zu sich winken. Schnell wird klar, wer zu welcher Familie gehört und kaum ist der Koffer im Auto, fahren wir auch schon los, und das neue, komplett andere Leben am anderen Ende der Welt beginnt…
Jenny



