Unterricht praktisch - Stadtexkursion
Erdkundegrundkurs der Jrgst. 13 auf Stadtexkursion am 14. Dezember 2011 nach Siegburg
Siegburg, Weltstadt mit Herz -
das war der Spruch des Abends!
An einem regnerischen und kalten Mittwochnachmittag machten sich 8 Schülerinnen der Jgst. 13 und Herr Knapowski nach einem langen Schultag auf den Weg nach Siegburg. Aber wieso macht man eine Exkursion nach Siegburg? Ein Thema des ersten Halbjahres im Erdkundeunterricht ist Stadtgeographie.
Und warum sollte man dieses Thema nur theoretisch und nicht auch praktisch bearbeiten?
Siegburg ist allen bekannt, hat eine interessante Stadtgeschichte, welche uns Herr Knapowski zu Fuß und auch mit dem Auto näher brachte. Während der Autofahrt half dann das Mobiltelefon und eine der wunderbaren Technologien des 21. Jahrhunderts - die Lautsprechanlage - dabei, dass auch die Schülerinnen, die im folgenden Auto saßen, Herrn Knapowski bei seinen interessanten Erzählungen über die Stadtgeschichte Siegburgs folgen konnten.
Unsere kleine Reise begann am Stadtrand in einer Wohnsiedlung, hier konnte man vor allem den Baustil und die Anlage der damaligen Wohnsiedlungen in den 1970er Jahren sehen und gegebenenfalls auch mal einen Blick in die Häuser zu werfen, sofern das möglich war.
Weiter ging unsere Reise dann mit dem Auto an der
Justizvollzugsanstalt Siegburg vorbei, auch hier war die Bauweise und vor
allem die Lage von besonderem Interesse für die Schülerinnen.
Nun fuhren wir mit dem Auto in das Gewerbegebiet, um nun auch hier einen Bezug zwischen Theorie aus dem Unterricht und der Praxis herstellen zu können. Dass ein Gewerbegebiet nicht mitten in der Stadt, nahe der einzelnen Einkaufsläden gebaut wird, war uns allen klar, doch geht man in seiner Freizeit durch die Stadt, so achtet man weniger auf die einzelnen Strukturen einer Stadt, zum Beispiel wo das Gewerbegebiet liegt und warum es außerhalb liegt oder wo welche sozialen Schichten leben.
Nachdem wir nun unsere Reise mit dem Auto beendet hatten, parkten wir diese am Bahnhof in Siegburg und traten eine weitere Reise zu Fuß in die Innenstadt an.
Unser Weg führte uns vom Bahnhof, der heute auch mit dem ICE
zu
erreichen ist, was einen erheblichen wirtschaftlichen Vorteil für die Stadt
bringt, über die ehemalige Bundesstraße, die heute zwar auch noch mit dem Auto
befahrbar ist, jedoch auch als Fußgängerweg genutzt wird. Hier führte uns unser
Weg in die Einkaufsstraßen zu den Geschäften und alten Gewerbeflächen, die zum
Teil schon seit Jahren frei stehen und von niemandem gemietet werden möchten,
was mit dem zu hohen Kostenaufwand für den einzelnen Investor zu erklären ist.
Natürlich sollte man auch keine Mühen scheuen, einmal einen Blick in die oberen
Geschosse zu werfen, denn schon schnell erkennt man, dass niemand in den oberen
Geschossen wohnt, sondern, dass sie fast alle leer stehen oder nur als
Büroflächen genutzt werden. Auch führte uns unser Weg einmal aus den üblichen
Einkaufsstraßen vorbei zu den hinter den Häusern gelegenen Teilen der Stadt.
Zuletzt wagten wir noch einen Blick hinter die Häuser der Innenstadt. Hier sah
man, dass die Häuser sehr schmal gebaut waren und nur die Geschäfte ihre
Grundfläche nach hinten ausgebaut hatten.
Nach einer lehrreichen Stadtführung ging es dann für die Schülerinnen noch auf den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt, wo sie sich mit einem warmen Getränk und leckerem Essen noch etwas aufwärmten und vielleicht an dem ein oder anderen Stand, zum Beispiel dem Mäuseroulette, noch etwas verweilten, um einmal für ein paar Minuten in die mittelalterliche Welt geführt zu werden.
Mirka Wulff und Michelle Scherer, Jgst. 13
Bilder von:
www.jva-siegburg.nrw.de/start3.jpg; http://img.fotocommunity.com/images/Bahnhoefe-Gleise/Bahngebaeude/ICE-Bahnhof-Siegburg-Bonn-a22928348.jpg;



