Hersel on tour...
Ausflug des Lehrerkollegiums und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beider Schulen
Die dem heiligen Nikolaus von der Flüe - genannt Bruder Klaus - gewidmete Feldkapelle in Wachendorf in der Eifel ist eine privat gestiftete und erbaute Kapelle, ein Ort der Stille, der Meditation und des Gebetes.
Zu dieser Kapelle haben sich die Kolleginnen und Kollegen sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer beiden Ursulinenschulen am Mittwoch, d. 28. September 2011 aufgemacht.
Vorbereitet wurde dieser Ausflugstag von der Fachkonferenz Philosophie, sodass wir uns vom Oberthema "Höhlen" und lichtmetaphorischen Zitaten inspirieren lassen konnten, als wir in geordneter Vielzahl die Bruder-Klaus-Kapelle nahe Lessenich/Eifel besichtigt haben. In theologischer und architektonischer Hinsicht ein besonderes Erlebnis. Bei dieser Kapelle handelt es sich um einen zeltförmigen Betonbau, der 12 Meter in den Himmel ragt. Der von der Grundfläche kleine Innenraum wirkt beim Eintritt wie eine Höhle, die in der Mitte angekommen, wie ein Zelt in den Himmel ragt.
Die alttestamentarische Verheißung, dass Gott unter den Menschen gewohnt (hebräisch genauer: unter ihnen gezeltet!) hat, gewinnt so einen architektonischen Ausdruck. Dieses "Zelt" ist nach oben hin offen und offenbart so den Blick in den Himmel. Dieser kleine Raum besitzt keinen Altar und ist von daher ein Ort der stillen Einkehr - Bruder Klaus' einsiedlerischem Leben entsprechend. An der Wand befindet sich ein Radzeichen aus Messingguss, entsprechend dem Meditationszeichen, das Bruder Klaus in seiner Einsiedelei hatte. Auf dem Boden steht eine Stele mit einer Halbfigur des Bruder Klaus aus Bronze, gestaltet von dem Schweizer Bildhauer Hans Josephson, in die die Reliquie des Heiligen eingelassen ist.
Im Anschluss haben wir Mittagspause an der Steinbachtalsperre gemacht, um dann in die so genannte Sendestelle "Regierungsbunker
Kirspenich" zu fahren. Neben dem wohl bekannteren Regierungsbunker im Ahrtal baute die Bundesregierung im 30 km entfernten Kirspenich zwischen 1963 bis 1965 eine weitere Bunkeranlage für die Nachrichtenübertragung. Von hier sollte der Funksendebetrieb für den Regierungsbunker sowie BND, Bundeswehr und THW abgewickelt werden. Die Entfernung zwischen beiden Anlagen diente dem Schutz des Regierungsbunkers, denn eine Funkquelle
galt als einfach anpeilbar. Eine gezielte Bekämpfung galt als wahrscheinlich. Entsprechend hochwertig war der bauliche Schutz des Bunkers, über dem eine beeindruckende Antennenanlage aufgebaut wurde. Ein unkomplizierter Besuch außerhalb der Öffnungszeiten sowie hervorragende Bewirtung wurde möglich, weil die Hausherrin des ehemaligen Regierungsbunkers unsere Frau Koppenburg aus dem Seki ist.
Mit diesen beiden "Höhlen", die wir besichtigt haben, wurde uns in nähester Umgebung ein religiös und gesellschaftlich hoch interessantes Fortbildungsangebot gemacht, das überdies auch das ein oder andere ungezwungene Wort unter Kollegen außerhalb des eng getakteten Stundenplans ermöglicht hat!
Carsten Oerder.
Die Kolleginnen und Kollegen sowie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter danken der Fachkonferenz Philosphie für die gute Vorbereitung sowie die Gestaltung des Tages!
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Informationen zur Bruder-Klaus-Kapelle finden Sie >> hier.
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Informationen zum Regierungsbunker Kirspenich finden Sie >> hier (oder über Frau Koppenburg).



